Sammler-Highlights

Jeder hat so sein Lieblingsstücke in einer Sammlung. Manchmal ist es das besonders schräge Aussehen, die Seltenheit oder die Geschichte eines Sammlerstücks, die es auszeichnet.

In dieser Rubrik werden wir diesen besonderen Radios einen Ehrenpatz auf dieser Webseite gönnen...

Sicher ein Highlight in jeder Sammlung: Ein Vasenradio des deutschen Herstellers LTP / Ponti. Es gibt mehrere Modelle, dieses hier ist das Modell Zauberdose (Rondo). Zum Preis von 250 DM kam zur Saison 1949/1950 diese schmucke Vase mit integriertem Radio in die Radiohändler- Schaufenster.

Sehr viele Kunden begeisterten sich für solch ein Gerät wohl nicht und es wird sicher einige geben, die vom Tisch gefallen sind... daher sind diese Radios eher selten anzutreffen.

Das Gerät besitzt zwei Wellenbereiche (Mittelwelle und Kurzwelle), drei Röhren der damals brandneuen U- Rimlock-Röhren- Serie (UCH42,UAF42,UL41) und einen Trockengleichrichter. Der Klang dieses Radios ist eher mässig, der Lautsprecher ist hinter der runden Öffnung im Boden zu finden.

Ein Highlight für Puristen : Ein Grundig  Radio Modell Gloria im würfelförmigen Polystyrolgehäuse aus dem Jahr 1952. Die verwendete Technik im Gerät ist spartanisch: eine Stahlröhre VEL 11, ein Selengleichrichter, ein Freischwingerlautsprecher und sehr wenig Elektronik drumherum... fertig ist ein Radio für damals sensationell günstige 55 DM.

Das Gerät erinnert stark an einen Deutschen Kleinempfänger (DKE) , der 10 Jahre zuvor aktuell war. Genauso wie beim DKE handelt es sich um einen Einkreisempfänger für Mittelwelle (ein DKE hatte noch Langwellenbereich, was das Gerät aber nicht unbedingt viel besser machte). Der rechte Bedienhebel diente der Senderabstimmung, der linke Hebel ist für die Bedienung der Rückkopplung vorgesehen.

Die Bedienung über die beiden Bedienhebel im Kreis mutet etwas seltsam an, allerdings ist es damit möglich, relativ feinfühlig Sender einzustellen.

Die aus durchsichtigem Polystyrol gestaltete Rückwand ist sicher auch was Besonderes. Leider fehlt sie oft, da sie sehr bruchempfindlich ist.

Das ist der Traum fast jeden Kofferradiosammlers... ein Grundig Mini Boy aus dem Jahr 1954.

Das Besondere an dem Radio sind seine sehr kleinen Abmaße. In einem Gehäüse von 160mm * 90mm * 40mm passte keine damalige "konventionelle" Elektronik hinein, also entschied man sich für die sehr kleinen amerikanischen Subminiatürröhren (1V6,1AH4,1AJ5,1AG4).

Viele dieser "Taschenradios" wurden in die USA exportiert, ingesamt wurden allerdings nicht besonders hohe Stückzahlen produziert. Aufgrund des relativ empfindlichen Kunststoffgehäuses sind diese Radios sicher auch mal auf den Boden gefallen und dabei zertrümmert worden.  Daher trifft die eh' schon selten auftauchenden Geräte nur sehr selten mit intaktem Gehäuse an. Neben der "normalen" Rundzellen- Batterie für die Heizung ist noch eine stabförmige Anodenbattere erforderlich, die 45 Volt Anodenspannung liefert.

Noch eine besondere Kofferradio- Rarität: Nein, das ist keine Handtasche für die feine Dame, sondern ein Kofferradio aus feinem, echtem Leder. Die Firma Akkord  brachte dieses aussergewöhnliche Radio des Modells Lady  1953 auf dem Markt. Der Preis für das Gerät betrug 156,90 DM, in Echtleder waren noch einmal 22 DM extra fällig.

Das sehr kompakte aufgebaute Radio ist mit vier Miniaturröhren bestückt (DK92,DF91,DAF91,DL94) und ein vollwertiger, leistungsfähiger Superhetempfänger ausschliesslich für den Mittelwellenempfang. Die beiden kleinen messingverzierten Aussparungen sind die Austrittsöffnungen für den Kleinstlautsprecher. In einem Fach befinden sich die notwendige Anoden- und Heizbatterien, ein weiteres kleines Fach ist wohl für Kleinigkeiten, wie z.B. ein parfürmiertes Taschentuch vorgesehen.

Nanu, was ist das denn? Ein Kofferradio, dieses Mal in einem "echten" Koffer.

Die Firma Tonfunk war durchaus bekannt für die Produktion von Nischenprodukten, dieses hier bediente wohl eine "echte" Nische. Aufgrund des sehr seltenen Vorkommens lässt sich darauf schliessen, dass sich nicht viele Käufer für das Gerät begeistern konnten.

Das Modell Heim und Reise  sollte, wie ein "richtiges" Radio des damaligen deutschen Geschmacks, den Eindruck eines stationär betriebenen Radios vermitteln. Dank der verwendeten fünf Subminiatur- Batterieröhren ist es auch mobil einsetzbar (natürlich nur mit Heiz- und Anodenbatterie), für den stationären Gebrauch besitzt es ein eingebautes 220 Volt Netzteil.

Flower Power! Ja, dieses ist tatsächlich ein Blaupunkt Radio. Auch die Jugend sollte mit "duften" Radios bedient werden, so dachten wohl die Blaupunkt- Entwickler um 1970. Man nehme ein eher biederes und günstiges Standardkofferradio aus dem Programm (hier das Modell Lido) und bastele ein "hippes" Gehäuse darum....und schwupps war das Blaupunkt Carnaby geboren.

Da eher Jugendliche die Zielgruppe waren, musste das Radio preiswert sein, das schlägt sich leider auch auf die "preiswerten", dünnen und nicht farbechten Plastik-Materialien nieder.

Tja, ein Verkaufschlager war das nicht, daher findet man eine Blaupunkt Carnaby leider nur selten. Es gibt sie in den Farben blau, orange und grün.

Aktuelles

Aus organisatorischen Gründen wird in diesem Jahr die  Radio Börse "Radio-Nostalga" ausfallen.

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