Defekte Stabantennen reparieren

Immer wieder ärgerlich: Ein schönes Kofferradio, aber die ausziehbare Antenne ist defekt. Oft ist sie abgebrochen, einzelne Ausziehelemente fehlen oder die Stabantenne fehlt gleich ganz.

Mit etwas Geschick und Geduld, einem kleinem Teilelager von modernne Stabanatennen und etwas Werkzeug bekommt man das wieder hin!

 

Reste alter Stabantennen gehören nicht in den Müll! Sie sind ideale Ersatzteilträger. In den 50er Jahren gab es nur weniger Hersteller von Stabantennen in Deutschland. Daher passen die gewonnenen Ersatzteile untereinander oft.

 

Sie benötigen eine Pucksäge, eine feine Schlüsselrundfeile, einen Lötkolben und  eine Rundzange.

 

Generelles Funktionsprinzip einer ausziehbaren Stabantenne

 

Das Prinzip ist eigentlich immer gleich: ineinander geschobene, verchromte Messingröhrchen sind jeweils an den Enden verkröpft. Im Inneren befinden sich kleine Bronzeplättchen, die entweder duch kleine Bohrungen, Schlitze oder kleinen Schweisspunkten an den Messingröhrchen befestigt sind und dadurch verhindern, dass die einzelen Antennenelemente (= die verchromten Messingröhrchen) herausgezogenen werden können.

Ist durch Verbiegen oder Verschleiss die Verkröpfung eines der Messingröhrchen aufgebogen, kann das betreffende Antennenelement herausgezogen werden, so fehlt oft die letzten Antennenelement mit der Spitze. Oft sind Antennen verbogen oder abgeknickt.

 

Reparatur von Stabantennen aus den fünfziger Jahren

 

Hersteller: oft Roka, gelegentlich Hirschmann

- Drehgelenk ohne Raststufen

- Gelöteter Antennenfuss

- Relativ lange Ausziehelemente 

 

 

Reperatur von Stabantennen mit gepresstem Fuss

 

Es existieren sehr viele verschiedene Hersteller, in der Mehrzahl werden Ausziehantennen bis heute an den Fuss in einer Rille gepresst und kommen aus Fernost.

Hier hat man nur eine Chance, indem man das unterste Element kurz über der Einpressrille rundherum einsägt. Dadurch wird das unterste Element später zu kurz zum Wiedereinbau.

 

Antennenspitze ersetzen

 

Antennenspitzen bestehen entweder aus Metall oder aus Kunststoff. In den fünfziger Jahren waren die Spitzen meistens aus Kunststoff und kugel- oder tropfenförmig, oft auch transparent.

In den sechziger Jahren sind sie meistens aus Metall.


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Aus organisatorischen Gründen wird in diesem Jahr die  Radio Börse "Radio-Nostalga" ausfallen.

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